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Kapitel 11 von 16

Der Hund auf der anderen Straßenseite

Sommer 2026 · Ein beinahe unglaubliches Ereignis
Illustration zu Kapitel 11

Es war ein Tag wie jeder andere. Frauchen ging mit Leo spazieren. Und dann passierte etwas, das normalerweise den sofortigen Einsatz der hauseigenen Sirene ausgelöst hätte.

Auf der anderen Straßenseite erschien ein Hund.

Leo: „Frauchen?“

Frauchen: „Ja?“

Leo: „Da drüben.“

Frauchen: „Ich weiß.“

Leo: „Ein Hund.“

Frauchen: „Ja, Leo.“

Leo: „Ein echter.“

Frauchen: „Davon gehe ich aus.“

Leo schaute. Frauchen wartete. Der andere Hund ging weiter. Leo schaute noch einmal. Und dann … schaute er zu Frauchen.

Leo: „Und jetzt?“

Frauchen: „Wir gehen weiter.“

Leo: „Ach so. Okay.“

Und er ging weiter. Einfach so. Kein Bellen. Kein Kreischen. Kein Sprung in die Leine. Nichts.

Frauchen: „Leo?“

Leo: „Ja?“

Frauchen: „Hast du den Hund gesehen?“

Leo: „Natürlich.“

Frauchen: „Und du willst gar nichts dazu sagen?“

Leo: „Nö. Warum?“

Frauchen: „Nur so.“

Leo: „Frauchen, du bist heute irgendwie komisch.“

Was für andere Hundehalter ein völlig gewöhnlicher Spaziergang gewesen wäre, war für uns ein kleines Wunder. Ein Hund auf der anderen Straßenseite. Und Leo hatte einfach beschlossen, sich an seinem Frauchen zu orientieren.

WAS BLEIBT Einer dieser ersten Momente, in denen sichtbar wurde, dass das Training Früchte trug. Noch kein perfekter Hund, noch keine Garantie für die nächste Begegnung. Aber ein kleiner Blick, der alles veränderte: „Frauchen, ich hab dich gesehen. Was machen wir jetzt?“

Die Leo-Löwenherz-Chroniken · Nach wahren Erlebnissen. Die Gespräche sind liebevoll erfunden.